lo kulturspinnerei 568

Titelbalken für die Seite Mühlgraben

Am Wörth kreuzten Mühlgraben und Wörthbach (heutige Ausfahrt Herkules).

Lauterbach um 1830 v. Fritz Ebel

bi lageplan 02 obere schlagmuehle 2500

Die Lohmühle war die erste Mühle im Verlauf des Lauter­bacher Mühlgrabens. Sie stand unterhalb des Eichbergs, dort, wo sich heute der Bouleplatz befindet, in unmittelbarer Nähe der Wüstung Wickerts. Die Lohmühle stellte ihren Betrieb bereits um 1830 ein. Sie gehörte den Riedeseln und wurde verpachtet, die Lehnsbriefe reichen von 1692 bis ins Jahr 1826, wobei ab 1763 der Name der lauterbacher Müllerfamilie Köhler als Lehnsträger auftaucht.

Zeittabelle zum Lauterbacher Mühlgraben

 

bi 02 obere schlagmuehle 1896 2500

„Kleine Wassermühle“ v. Fritz Ebel

 

 

Was ist Lohe?
Bis ins 19. Jahrhundert lebten viele Familien in Lauterbach, besonders im Bereich Löbersgässchen und Am See, von der Lederherstellung. Zum Gerben der Tierhäute war Gerbsäure erforderlich, die aus zermahlener Baumrinde gewonnen wurde. Da für die Lederherstellung große Mengen Lohe nötig waren, wurde die von den Bäumen geschälte Rinde in einer Lohmühle bemahlen und anschliesend an die Gerber verkauft, die diese mit Wasser aufgossen und so daraus Gerberlohe gewannen.

 

 

Ehemaliger Standort der Lohmühle am Weg zum Freizeitzentrum

Ehemaliger Standort der Lohmühle am Weg zum Freizeitzentrum