
Die Lohmühle war die erste Mühle im Verlauf des Lauterbacher Mühlgrabens. Sie stand unterhalb des Eichbergs, dort, wo sich heute der Bouleplatz befindet, in unmittelbarer Nähe der Wüstung Wickerts. Die Lohmühle stellte ihren Betrieb bereits um 1830 ein. Sie gehörte den Riedeseln und wurde verpachtet, die Lehnsbriefe reichen von 1692 bis ins Jahr 1826, wobei ab 1763 der Name der lauterbacher Müllerfamilie Köhler als Lehnsträger auftaucht.
Was ist Lohe?
Bis ins 19. Jahrhundert lebten viele Familien in Lauterbach, besonders im Bereich Löbersgässchen und Am See, von der Lederherstellung. Zum Gerben der Tierhäute war Gerbsäure erforderlich, die aus zermahlener Baumrinde gewonnen wurde. Da für die Lederherstellung große Mengen Lohe nötig waren, wurde die von den Bäumen geschälte Rinde in einer Lohmühle bemahlen und anschliesend an die Gerber verkauft, die diese mit Wasser aufgossen und so daraus Gerberlohe gewannen.








