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Högerichsmühle, Foto von 1876.

Högerichsmühle, Foto von 1876.

Lageplan Spittelsmühle am Mühlgraben in Lauterbach

Die Högerichsmühle wurde 1328 durch Johann von Eisen­bach erbaut und ging vermutlich nach 1428 an die Riedesel. 1615 erwarb die Stadt Lauterbach die Mühle und verpachtete sie. Der jeweilige Pächter hatte einen Diensteid der Stadt gegenüber zu leisten. 1692 wurde die alte Mühle wegen Baufälligkeit abgerissen und von einem Tiroler Zimmermann neu gebaut. Die Verpachtung erfolgte jeweils auf ein Jahr, wobei der Pächter verpflichtet war, am Johannistag zusammen mit dem Stadtwirt für den gesamten Stadtrat ein Festmahl auszurichten.

Zeittabelle zur Spittelsmühle am Lauterbacher Mühlgraben

 

Die Högerichsmühle als Wollspinnerei um 1930.

Die Högerichsmühle als Wollspinnerei um 1930.

 

 

1795 ging man auf eine dreijährige Pachtdauer über, die jeweils am Michaelistag begann und endete. 1834 trennte sich die Stadt von der Mühle und versteigerte sie. August Ungemach kaufte die Mühle 1864 und betrieb sie zunächst weiterhin als Mahlmühle. Ab 1890 zusätzlich mit einem Generator zur Stromerzeugung und einer Wollspinnerei, für die 1899 und nach dem Zweiten Weltkrieg Erweiterungsbauten erstellt wurden. Der eigentliche Mühlenbetrieb geriet mehr und mehr in den Hintergrund und wurde 1930 ganz eingestellt. Die Spinnerei arbeitete noch bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

 

 

Das letzte erhaltene Stück original Lauterbacher Mühlgraben im Keller der KulturSpinnerei.

Das letzte erhaltene Stück original Lauterbacher Mühlgraben im Keller der KulturSpinnerei.

 

 

In der Högerichsmühle befindet sich heute die KulturSpinnerei und die Lauterbacher Musikschule.

In der Högerichsmühle befindet sich heute die KulturSpinnerei und die Lauterbacher Musikschule.

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